Projektübersicht
Im Rahmen des Projektes M2KIDS zielen wir darauf ab, multimodale und multilinguale Assistenten für Dozierende und Studierende unter Verwendung neuster Methoden der Künstlichen Intelligenz (KI) zu entwickeln und am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) in Lehrveranstaltungen zu pilotieren. Mit der Bereitstellung der KI-Assistenten sollen sowohl die Produktivität von Dozierenden gesteigert als auch Lernprozesse und -ergebnisse von Studierenden am KIT verbessert werden.
Das Projekt organisiert sich in folgende Arbeitspakete:
AP 1: KI-Dozierendenassistenten: In vielen Lehrveranstaltungen sind Lernmaterialien zu den Inhalten der Veranstaltung in unterschiedlichen Modalitäten (Videos, Text, Software) entlang unterschiedlichen Kategorien (Skripte, Stichpunkte, Übungsaufgaben, Verständnisfragen) in unterschiedlichen Sprachen (Englisch, Deutsch) verfügbar. Der KI-Dozierendenassistent analysiert diese Inhalte mittels KI, unterteilt die Materialien semantisch und verknüpft die Materialien, die sich auf das gleiche Thema beziehen. Durch intelligente Analyse und Strukturierung von Lehrmaterialien verbessert der Assistent den Zugang zu Lerninhalten. Er ermöglicht eine multilinguale und multimodale Bereitstellung von Lerninhalten.
AP 2: KI-Studierendenassistenten: Aufbauend auf dem Lecture Translator und dem AMSL Studierendenassistent, werden wir den multilingualen KI-basierten Studierendenassistenten für Vorlesungen anbieten. Über eine mobile und webbasierte Anwendung können Studierende während der Vorlesung bzw. im Nachgang multilingual mit den Vorlesungsinhalten interaktiv interagieren.
AP 3: Evaluation: In diesem Arbeitspaket werden wir die entwickelten Systeme in einigen Vorlesungen (Verarbeitung Natürlicher Sprache, Formale Systeme, Grundlagen der KI, Wirtschaftsinformatik) im Bereich der Informatik und Wirtschaftsinformatik exemplarisch integriert und ihre Wirksamkeit testen.
AP 4: Bereitstellung KI-Ressourcen über KI.Toolbox: Das SCC hat den Dienst KI.Toolbox im Rahmen des laufenden Strategiefonds-Projekt „Innovationsraum für generative KI am KIT“ entwickelt, mit dessen Hilfe KI-Ressourcen für das KIT nutzbar gemacht werden sollen. Die Funktionen können sowohl interaktiv über eine Benutzungsschnittstelle oder via einer API für die Nutzung in weiteren Werkzeugen wie den in diesem Antrag vorgeschlagenen KI-basierten Assistenzwerkzeugen. Dabei werden Anforderungen an den Datenschutz und Informationssicherheit sowie Vorgaben durch die KI-Verordnung berücksichtigt und umgesetzt. Die KI.Toolbox verfolgt einen offenen, integrativen Ansatz zur Einbindung und Verrechnung von LLMs durch kommerzielle Anbieter (GPT-Modelle in EU-Rechenzentren) sowie spezialisierter Open Source Modelle. Die Entwicklung entstand zunächst auf älteren, ausgemusterten GPU Systemen, um grundsätzliche Funktionalität und den integrativen Kern
zu entwickeln.